Prozesskosten in der AEMP

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    • Prozesskosten in der AEMP

      Ein Hallo in die Runde,

      ich würde gerne die Prozesskosten von meinem RDG- und Sterilisationsprozess pro Charge herausfinden. Ich konnte einiges über das Controlling herausbekommen Milliliter preis Chemie, Stromkosten,
      Wartung, Validierung etc.. Was ich jedoch nicht herausbekomme, hier scheut man sich wohl vor der Arbeit in den Abteilungen, ist der Preis für VE-Wasser, Schwarzdampf- und Reindampferzeugung.
      Habt Ihr da ggf. Zahlen oder auch Benchmarks wo die Kosten für einen Liter VE-Wasser und jeweils einen Kubikmeter Dampf liegen?

      Vielen Dank für eure Hinweise!
    • Hallo riemke13,

      Den Dampfverbrauch und deren Kosten müsste der Hersteller deines Sterilisators wissen.
      Die besitzen Tabellen, darauf stehen die Verbräuche der einzelnen Sterilisator Typen und meistens auch die Dampfverbrauchskosten.

      Die Kosten für die Herstellung von VE - Wasser ist nicht so einfach, wenn du die Technik fragst, bekommt man meistens nur
      die umwerfende Antwort "VE - Wasser ist teuer".

      Ich habe mal Versucht die kosten über die einzelnen Stationen der Herstellung von VE-Wasser zu berechnen.
      Das ist aber nicht so einfach.
      Wir haben eine Vorgeschaltet Wasserentzalzungsanlage mit Tabs.
      Von dort kommt das Wasser mit ca. 20µS an unsere Ionenaustauschanlagen an, dort wird das Wasser auf ca. 0,1 µS Leitfähigkeit gefiltert und dann,
      um Silikate zu verhindern durch eine nachgeschaltet Patrone geleitet.
      Den Preis pro Liter zu berechnen ist schon aufwendig.
      Wenn ich mal Langeweile habe, und ich die aktuellen Kosten nebst Reparaturen, Wartung, Neubefüllung und Abschreibung der dazu eingesetzten Geräte bekomme setze ich mich
      in ein stilles Kämmerlein und fang an zu rechnen.

      Ich habe mal versucht darüber meine Aufbereitungskosten zu berechnen, vergebene Mühe, der Preis der dabei pro Set herausgekommen ist war allen zu teuer!

      Ich habe meine Kollegen Lose mit eingetragenen Fantasiepreise ziehen lassen, das war effektiver, und hat alle Überzeugt. :thumbsup:

      MFG
      THI
    • Guten Morgen THI,

      vielen Dank für Dein Feedback.
      Solche Sätze habe ich schon des Öfteren gehört "VE-Wasser" ist teuer", hilft mir aber bei meinem vorhaben leider nicht weiter. Ich würde nämlich auch gerne die Aufbereitungskosten pro Prozess
      herausfinden. Soweit liegen mir auch alle Daten vor, Wartung, Reparatur, Validierung, Strom ,Personal etc., nur bei Dampf und VE-Wasser tun sich die Abteilungen schwer, ist ja auch einiges
      was dabei beachtet werden sollte.

      Ich hoffe das es ggf. bereits Benchmarks gibt, oder sich jemand die Arbeit mal gemacht hat um dies zu errechnen.

      Ich bin für jedes Feedback dankbar!
    • Hallo riemke 13,

      vielleicht hatte ich einfach Glück oder einen wirklich kompetenten Technikleiter. Ich frage jedes Jahr die Kosten für VE-Wasser und Dampf bei unserer Haustechnik ab und bekomme auch immer eine Antwort. Ob die Zahlen stimmen, weiß ich nicht aber ich muss davon ausgehen, dass auch andere ihre Arbeit machen :)
      Natürlich können die Zahlen überall anders ausfallen aber bei uns sehen sie momentan so aus:
      VE-Wasser in €/m³ = 8,00
      Dampf €/t = 60,00

      Ich habe mir eine Exceltabelle gebastelt, wo ich die Durchschnittsverbräuche pro Programm und pro Maschine definiert habe. Wenn ich nun jedes Jahr die Preise für Wasser, VE-Wasser, Strom und Dampf aktualisiere und meine entsprechend gelaufenen Chargen eintrage errechnet mit die Tabelle immer die Verbrauchskosten für die reinen Prozesse für dieses Jahr, bzw. lässt sich das ja auch auch auf die Einzelcharge herunterbrechen. Zumindest die ungefähren Verbrauchskosten...weiß ja jeder selber dass Durchschnittsverbräuche oft auch nur geschönte Zahlen sind... ;)
    • Hallo THI,

      ja, das klingt alles nicht so wahnsinnig viel aber in der Summe bewegen wir uns im Jahr auch so um die 65.000 Euro nur an Betriebskosten für die maschinellen Prozesse (ich vermute ja noch deutlich höhere Zahlen aber irgendwo muss man ja mal anfangen) Diese Kosten laufen zwar irgendwo sicherlich auch noch mal innerhalb des Hauses als Eh-da-Kosten auf aber ich nehme sie in meine Gesamtkostenberechnung mit auf um sie dann auf die Kunden umzuverteilen.

      THI wrote:


      Ob die Geschäftsführer wissen, wieviel Wasser in einer AEMP verbraucht wird?
      Zumindest das Controlling weiß es... ;)
    • annem, wie beim letzten mal ist Dein Kommentar hilfreich für mich, Danke.

      Ich habe mir jetzt aus vielen Quellen etwas zusammengebastelt, sind aber belastbare Daten, sodass ich keinen Kummer damit habe. Leider kann oder möchte meine Technik die Daten nicht aufbereiten. Ich bin allerdings beim Preis von einem m³ VE-Wasser etwas weiter weg als du, ggf. hast du Dich vertippt?

      Ich bin bei einem Preis von 40 - 60 € pro m³, je nachdem wie die Aufbereitung des Wassers stattfindet.
    • riemke13 wrote:

      Ich bin allerdings beim Preis von einem m³ VE-Wasser etwas weiter weg als du, ggf. hast du Dich vertippt?

      Ich bin bei einem Preis von 40 - 60 € pro m³, je nachdem wie die Aufbereitung des Wassers stattfindet.
      Das ist der Preis, den mir der Technikleiter genannt hat, wie gesagt, ich maße mir nicht an die Arbeit der anderen Abteilungen zu hinterfragen sondern arbeite mit den Zahlen die mir zur Verfügung gestellt werden. Sollten sie nicht stimmen, stammen sie nachweislich nicht von mir... ;) :rolleyes:

      The post was edited 1 time, last by annem ().

    • Hallo annem,

      das ist aber schade, hieraus könnte eine Diskussionsrunde entstehen.
      Wäre doch mal sehr interessant hier im Forum herauszuarbeiten wie teuer der Preis pro Liter VE - Wasser ist.
      Ich denke es wird vielen Leitungen so gehen, nicht den globalen Preis zu kennen.
      Sicherlich gibt es einige Parameter die in den einzelnen Häusern anders zu berechnen wären, aber
      einen soliden Grundpreis zu haben hilft uns allen weiter.

      Das selbe gilt für Aufbereitungspreise für Sets, auch daraus wird ein Geheimnis gemacht, was für mich unverständlich ist.
      ich denke zu 80% sind die Sets in Deutschland auch im MIC Bereich fast identisch, also wären es die Aufbereitungspreise auch.
      Sicherlich schwanken die Kosten von einem Institut zum anderen, aber jeder hätte ein Anhaltspunkt "Bin ich zu teuer, oder zu günstig".
      Auch im Bereich der AEMP kann das "Rad" nicht zweimal erfunden werden!

      MFG
      THI
    • Hallo THI,

      ich finde es natürlich auch interessant, zu welchen Ergebnissen andere kommen und verfolge Diskussionen hierzu gern mit. Aber ehrlich gesagt, gibt es genug Themen und Baustellen (rein für mich persönlich in meinem Bereich) als dass ich noch die Arbeit anderer Berufsgruppen mit übernehmen wollte (was man ja ohnehin schon täglich tut... :rolleyes: )und bis dato habe ich die Zahlen nicht angezweifelt. Vielleicht kann uns riemke13 ja mal sagen, wie sie auf die Zahlen gekommen ist. Würde mich ja auch interessieren. Ich kann meinen Technikleiter nicht mehr fragen, der ist in Rente gegangen.

      Auch zum Thema Aufbereitungspreise...da glaube ich kommt man nie zusammen weil es einfach zu viele unterschiedliche Faktoren in den einzelnen Häusern gibt. Auch hier finde ich, muss man einfach seinen eigenen Weg gehen und ein System finden, mit dem man arbeiten und leben kann. Was richtig oder falsch ist, sagt einem eh keiner weil es wohl kein wirklich richtig oder falsch gibt... Ich z.B. verteile meine Gesamtkosten für meinen Bereich auf die Produktionsleistung um (jährlich angepasst). Innerhalb von diesem Konstrukt lege ich die Preise so fest, dass unterm Strich die Gesamtkosten gedeckt sind (ohne externe Kunden) und natürlich ein Gefälle zwischen einfachen Sets (Grundsiebe) und MIC-Sieben existiert. Dabei orientiere ich mich am Aufwand (Zeit-Manpower) die die Sets im Prozess in Anspruch nehmen weil der größte Anteil der Gesamtkosten Personalkosten sind. Sicherlich tauchen auch hier immer wieder wenn und aber auf aber die 100%ige Lösung wird wohl keiner finden. Deswegen werden wir uns wohl immer im Rahmen einer gewissen Pauschalität bewegen....und wenn ich die Entwicklung seit den letzten 15 Jahren so betrachte...haben wir das Rad inzwischen gefühlt 3 mal erfunden...
    • Hallo annem,

      :) Deine Aussage kann ich sehr gut nachvollziehen.
      Es ist aber doch sehr fragil warum es so schwierig ist, diese Kosten oder ein Kostenkonstrukt für Dampf, VE - Wasser oder auch andere Medien zu erstellen.
      Auf einer Fortbildung habe ich mal ein Berechnungstool kennengelernt, womit Personalkosten berechnet wurden.
      Aber wie du schon schreibst, ist es schwer das mit der eigene Abteilung abzubilden.
      Aber die Betriebsstoffe zu berechnen scheint für die Haustechnik sehr sehr schwierig zu sein, wahrscheinlich ist das für die Haustechnik uninteressant.

      MFG
      THI