Benchmarkzahlen

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    • Hallo,

      das ist eine große Aufgabe!

      meiner Meinung nach, kannst du nur für deine AEMP festlegen wie viel Arbeit deine Aufbereitungseinheit macht.
      Zeit und Aufwand kennst nur du.
      Zum Beispiel, wie viel Wegstrecke legt ihr am Tag zurück?
      Wie viel MIC oder andere Aufwendige Medizinprodukte produziert ihr?
      Benchmark eines anderen Betriebes mach da wenig sind, weil nicht vergleichbar.
      Ich habe mal Versucht einzelne Zeiten zu messen, das ist nicht so einfach und sehr aufwendig.
      Im Grunde genommen ist die Berechnung von Stellen in der AEMP zu vergleichen mit der einer Intensivstation,
      du hast ein bestimmtes Arbeitsaufkommen (Betten) aber nie oder selten die passende Anzahl Personen um den Anfall zu bearbeiten.
      Keiner weis eben genau, was die nächste Tagesplanung hervorbringt, wie viele Sieb/Sets tatsächlich benötigt wurden.
      Planung lebt eben, und so auch dein Stellenplan.
      Eine Hilfe gibt es, den Jahresaufwand zu berechnen, die Excel-Datei ist auf der DGSV-Seite zu finden.

      Eines noch, ich habe die Erfahrung gemacht, wenn die Kontroller die Stellen berechnen, kommt die AEMP meistens zu kurz.
      Das relativiert sich dann ganz schnell, wenn die benötigten Sets am nächsten OP-Tag nicht zur Verfügung stehen weil kaum Personal vorhanden ist.
      Dieses Phänomen funktioniert besser als jede Berechnung.
      Leider müssen manche Geschäftsführer erst mit der Schnute vor die Wand laufen, um auf die Erfahrung einer Leitung egal welche Bereich zu hören.

      Ja ich weis, Polemik ist auch etwas dabei!

      MFG
      THI
    • Hallo Hr. Bierlein,

      der Personalbedarf leitet sich ab aus ihrer Unternehmens- und Geschäftsfeldplanung ab.
      Dort wird ermittelt, welche Umsätze und Absätze in den kommenden Monaten erzielt werden können, welche Ressourcen notwendig sind, um die entsprechenden Produkte herzustellen und wie viel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter es dafür braucht.
      Der Abgleich mit dem Personalbestand ergibt den Personalbedarf. Das Personalcontrolling erhebt die entsprechenden Daten in der AEMP und berechnet den Personalbedarf. Dabei berücksichtigt es Krankenquote, Teilzeitkräfte, altersbedingte Abgänge und Fluktuation.
      Aus der Vielzahl der Kenngrößen, die so jeden Tag entstehen, kann keine AEMP Leitung etwas erkennen oder ableiten. Deshalb werden diese Kenngrößen mit Kennzahlen oder Indikatoren zusammengefasst. Mit einer Kennzahl kann angegeben werden, welche Kenngrößen dort einfließen und wie die Kennzahl aus den Kenngrößen berechnet wird.
      Mit diesen Informationen kann das Management erkennen, wann und in welchem Umfang es aktiv werden muss, um den Prozess der Personalorganisation zu starten.

      Freundliche Grüße aus dem Land zwischen den Meeren.

      The post was edited 4 times, last by dasbesteimnorden ().

    • Hallo dasbesteimnorden,

      das ist alles so richtig!

      "Benchmark" oder auch "Benchmarking" bedeutet "Maßstäbe vergleichen".

      Aber eine AEMP mit einer anderen AEMP zu vergleichen, ist wenn diese nicht die gleichen Ressourcen, Räumlichkeiten, Prozesse und Personalstand (Wohlgemerkt gleicher Ausbildungsstand) kaum möglich.
      Das selbe Problem fängt schon mit den Aufrechnungen der anfallenden Kosten die eine AEMP produziert oder auch deren Aufbereitungskosten je Set an.
      Die können schon Erfahrungsgemäß nicht verglichen werden.
      Wer Benchmarking einer AEMP mit einer anderen AEMP vergleicht und damit die Produktivität einer AEMP berechnen will, ohne die einzelnen Prozesse dort zu berücksichtigen, kann nicht die tatsächliche Produktivität darstellen.

      Das kann nur die Industrie, wenn diese die selben Voraussetzungen in der Produktion darlegen können.
      Woran kann man das Erkennen? Banken nehmen Benchmarking als psychologisches Druckmittel, um vermeidlich gute Zahlen zu präsentieren.

      Alles andere ist ein absoluter Blindflug, der den (angeblich) gemessenen Arbeitsprozess im falschen Licht darstellt.

      Vor allem wer wertet den die Zahlen aus, das Controlling ………..?!!

      Jeder gut geschulte AEMP-Leiter (Manager) weiß ganz genau wo Ressourcen nicht genutzt werden.

      Prozesse und deren Arbeitsanfall mit Zahlen zu beziffern zu wollen, bedeutet in erster Linie die anfallende Arbeit zu begreifen, sowie die dabei aufgewendete Kraft zu ermitteln.

      Was nützt mir dabei eine Formel, die kein Außenstehender überhaupt verstehen und interpretieren kann.

      Aktuell habe ich gerade wieder aus dem Controlling die Anfrage, was den eine StE ist und wie die berechnet wird.

      Das Controlling will damit die Produktion einer AEMP berechnen!?

      ich habe dabei erst einmal ungläubig auf den aktuellen Kalender gesehen, JA, wir schreiben das Jahr 2019 und nicht 1980.

      Ich berechne meine Produktion nach aufbereitet Artikel wobei das, wenn man die unterschiede aller Artikel sieht auch ein Schuss ins blau ist.
      Aber immer noch besser als StE zu berechnen.

      Und zum Schluss ein bisschen Polemik,
      LUFTNUMMERN haben wir doch wohl schon genug in diesem unserem Lande!

      MFG
      THI