Kennzeichnung von Einzelinstrumenten,Siebe,Sets

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    • Kennzeichnung von Einzelinstrumenten,Siebe,Sets

      Moin Zusammen,

      mal eine kleine Umfrage !

      Wie kennzeichnet ihr eure Instrumente und warum ?

      Wir nutzen schon seit einiger zeit das Datamatrix System(Nadelprägung), leider hat dies auch seine Nachteile (Verwaltungsauswand).
      Eine Richtige Lösung die auch bezahlbar und praktikabel ist, ist uns nicht eingefallen.

      Darf man die Instrumente eigentlich noch bekleben (Barcode)? Gab es dazu nicht mal eine Meldung dass man dies nicht mehr tun sollte ?
    • Hallo Christian,

      wir kennzeichnen unsere Stahlinstrumente mit einem Signomaten, dabei wird mit einer Elektrolytlösung zum Beispiel ein Kürzel oder eine Ziffer
      in die Oberfläche des Instruments eingeätzt.
      Das verändert zwar die Oberfläche des Stahls, ist aber bei normaler Stahlpflege nicht schädlich.

      Die Einätzung kann später bei einer eventuellen Reparatur wieder entfern werden.

      Die erforderlichen Geräte und Zubehör kennen viele Außendienstmitarbeiter die mit Reparaturen zu tun haben.

      MFG
      THI
    • Hallo zusammen,

      wie sieht das eigentlich mit der Frage der Veränderung eines Instrumentes aus. Wenn ich die Oberfläche bearbeite. Soweit mir bekannt dürfen wir keinerlei Veränderungen an den Instrumenten vornehmen da wir ansonsten zu Herstellern werden.

      Wir haben allen Wildwuchs den es bei uns gab ausgerottet. Von abbröselnden Farbmakierungen über Syrgi-Bänder und dergleichen was da so alles unterwegs war. Und wir barcodieren alle Einzelinstrumente. Diese werden aber nicht auf das Instrument geklebt sondern mit einem Anhänger der Aufbereitbar ist gekennzeichnet.

      Ansonsten fällt mir nur noch das Thema RFDI-Chips ein. Das kostet aber auch Geld. Dafür kann man dann genau nachvollziehen ob sich das Instrument im Sieb befindet bzw. es kann zugeordnet werden wo und wann das Instrument zum Beispiel beim Patienten eingesetzt wurde. Ist aber ein hoher Aufwand. EDV mäßig gesehen. Steckt teilweise auch noch in der Erprobung. Außerdem ist da die Frage mit der Haltbarkeit, da die ja aufgeklebt werden, und der Biokompatibilität. Also Klebestoffe, Verschmutzung an den Rändern und dergleichen. Und sowas würde ich wenn dann nur über eine zugelassene Firma machen lassen, siehe MPBetreibV.

      Ein bekleben der Instrumente kommt nicht in Betracht. Aus hygienischen und reinigungstechnischen Gründen sowie der Sterilisation.

      Es bleibt spannend.

      Mr.Q
      Mach Dampf ^^
    • Hallo Mr.Q,

      wie definiert sich "Veränderung" eines Medizinproduktes?

      Das Medizinprodukt wurde im Bezug auf die Norm nicht verändert.

      Rostanfälliger wird das Instrument durch das einätzen auch nicht, da habe ich schon öfter vom Hersteller eingravierten Artikelnummern
      auf dem Instrument mit Rostanhaftungen beobachtet.

      Auf dem Markt gibt es Haken- oder Instrumentenbezüge die die Mullbezüge von damals ersetzen sollen, verändern diese dann auch
      das Medizinprodukt?

      Mit Barcode die ein Einzelinstrument begleiten, habe ich auch so meine Erfahrung gemacht, die kommen häufig nicht wieder an die ZSVA mit dem jeweiligen Instrument zurück.
      Da fängt die allgemeine Ratestunde der Mitarbeiter an, die viel zeit kostet.

      Das Beste ist, so wenig wie möglich Einzelinstrumente im Umlauf zu haben, was aber schwerlich durchzusetzen ist!

      MFG
      THI
    • Hallo THI,

      ja das ist die Frage ab wann ich ein Instrument verändere. Habe da auch noch keine klare Definition gesehen, aber im Zweifelsfall lasse ich die Finger weg und gebe es an eine Reparaturfirma oder an den Hersteller. Und da gehören für mich solche Punkte wie RFDI-Chips oder Eingravierungen dazu.

      Instrumentenbezüge und dergleichen haben wir nicht im Haus. Unsere Instrumente werden im Sieb gelagert bzw. Einzelverpackt. Da brauchen wir kein Aufbewahrungstäschchen für ein Instrument.

      Barcode für Einzelinstrumente ist eine never ending Story. Auch bei uns fehlen sie oft. Aber um der oben erwähnten Gefahr aus dem Weg zu gehen nehmen wir die Arbeit in Kauf. Generell hilft nur ein Chip der aber meiner Meinung nach schon beim Hersteller in das Instrument eingebracht werden muss. Und auch da ist wieder die Frage was passiert falls der Chip mal defekt ist. Dann müsste er ausgewechselt werden und dann habe ich wieder die gleichen Probleme wie beim nachträglichen aufbringen.

      Es bleibt spannend.

      Mr.Q
      Mach Dampf ^^
    • Moin Moin,

      das Thema ist wirklich schwierig mit der Beschriftung/Kennzeichnung der Einzelinstrumente, am besten ganz drauf verzichten.
      Klemmschilder sind immer weg ,RIFID Chip zu teuer (15 Euro pro Instrument),Nadelprägung kann nicht geändert werden. mit ätzen bekommt man keine Barcodes, ach hör doch auf :cursing:

      Wir sind mittlerweile wieder auf das ursprüngliche bekleben der Instrumente mit Barcodes zurück.
      An irgendeinem Punkt muss man halt Abstriche machen.
      Der Stand der Technik lässt einem keinen Wahl, wenn es nach mir gehen würde hätten alle Instrumente einen Chip der automatisch wie im Supermarkt an jedem Schnittpunkt gescannt wird.> so wie in der Charité

      Wie viel Einzelinstrumente produziert ihr denn so am Tag ? wir sind mittlerweile bei 600,was ich schon als recht viel empfinde :S .
    • Hallo Christian,

      wir produzieren nicht so viele Einzelinstrumente.

      Wir haben die Stationsware auf Einmalinstrumente umgestellt, da diese nicht mehr so teuer sind wie noch vor ein paar Jahren.

      Ich ätze auch nicht Barcode auf das Instrument, sondern nur "Kürzel" entweder für Stationen oder andere Abteilungen.

      Der eingeätzte Barcode sind auch schwer ablesbar, da gebe ich dir Recht!

      Manchmal kann durch Gespräche mit dem Anwender auch vereinbart werden, dass das so wichtige Einzelinstrumente Bestandteil von Sets werden.

      MFG
      THI
    • Hallo zusammen,

      Ich gebe THI recht wenn er sagt dass Stationsware auf Einmalprodukte umgestellt werden sollen. Denn wenn man sieht was da so alles von Station kommt kann es einem übel werden. Da sind Instrumente dabei die willst du gar nicht aufbereiten. Ausserdem reduziert das schon mal ganz gewaltig die Anzahl der Einzelverpackungen.

      Aber das mit dem Bekleben der Instrumente finde ich nicht gut. Wegen dem ganzen schmodder der sich da ansetzt oder unter das Etikett kommt. Oder klebt ihr jedes mal ein neues Etikett auf? Wenn Ja wie bekommt ihr das alte Etikett runter und wie entfernt ihr den Kleber?

      Mr.Q
      Mach Dampf ^^

      The post was edited 1 time, last by Mr.Q ().

    • Moin Mr,Q,

      wir haben die Stationsinstrumente schon umgestellt und sind immer noch bei 300-500 Stück pro Tag, da fällt schon einiges an.
      Gespräche mit den zuständigen Abteilungen wurden auch schon geführt, ihr kennt dass ja ;) Aussage :Nee brauchen wir ;)

      Wir finden dass bekleben der Instrumente auch nicht toll, uns bleibt aber leider keine andere Wahl.(siehe oben genannte dinge)

      Nein, wir kleben es nicht jedes mal neu !
      Wenn ein neues rauf soll geht es zur Rep Firma und die Hobeln dies runter und dann halt neu bekleben ;)

      Gibt es dazu eigentlich irgendeine Studie oder aussage ob von diesen Etiketten eine Gefährdung ausgeht bezüglich Rückstände ?
    • Hallo Christian,

      wenn sich die Klebebänder oder Etiketten ablösen erkennt man häufig Klebereste und andere Belege (Blut oder Sekret??)

      Ob davon eine Gefahr ausgehen kann, ich denke ja.

      Ob das jemals eine Infektion ausgelöst hat, ist schwer zu beweisen, das könnte nur eine Analyse mit dem verschmutzten Instrument und der Infektion am Patienten beweisen.
      Und das ist schwierig, da ja nach einem Ausbruch der Infektion das Instrument längst wieder aufbereitet wurde.

      Zur Menge an Einzelinstrumenten gibt es eine Möglichkeit den Anwender doch noch zu überzeugen, dass wäre die Häufigkeit der Re-Sterilisation der Einzelnen Instrumente.
      Je häufiger ein Instrument Re-Sterilisiert wird desto weniger wird es tatsächlich benötigt.

      Aber ACHTUNG! Sollte ein Instrument das nur alle 10 Jahre einmal benötigt, archiviert werden, desto eher fragt der Operateur danach! :S

      MFG

      Thi
    • Hallo Christian,

      da habt ihr aber ganz schön viele Einzelinstrumente. Wäre sicher sinnvoll einige in Sets zu verpacken. Und Stationsware sollte meiner Meinung nach generell Einmalprodukte sein.

      Eine Studie ob es durch die Etiketten zu einer Gefährdung kommen kann ist mir nicht bekannt. Aber wie THI schon schreibt verbleiben nach dem Waschen mit Sicherheit Chemie-Rückstände im Etikett und was sich sonst noch so an den Rändern ansetzt will ich gar nicht erst wissen. Der beste Schutz vor einer Übertragung auf einen Patienten ist immer noch der dass es erst gar nicht dazu kommen kann. Und das heißt für mich kein Bekleben von Instrumenten. Denn es ist doch nicht 100%-ig auszuschließen dass der Operateur nicht doch mit dem Etikett irgendwo am Gewebe, Muskel oder wo auch immer dran kommt und sich dort etwas anhaftet. Und den Nachweis zu führen dass es nicht vom Instrument kommt ist nicht so einfach. Da müsstet Ihr wohl auch öfters die Etiketten untersuchen lassen um eine Unbedenklichkeit nachweisen zu können. Und das kostet auch Geld. So wie das runterhobeln bei einer Rep-Firma.

      Da kommt ein Einmal-Instrument sehr oft billiger, so pervers sich das auch anhört. Und Instrumente die nur re-sterilisiert werden sollten auch verschwinden. Auch wenn der Operateur sagt dass er das in 100 Jahren noch mal gebrauchen könnte.

      Im Prinzip hilft da nur stark sein und Alternativen aufzeigen. Ansonsten werdet ihr des Themas nicht Herr werden.

      Mr.Q
      Mach Dampf ^^