Implantate

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    • Hallo Waldmensch,
      ja wir resterilisieren noch. Die Nägel bekommen eine 5 Jahes-Verpackung.Das Etikett ist mit dem entsprechenden Verfallsdatum gekennzeichnet. Nach dem sterilisieren und abkühlen werden die Nägel in einen Staubschutzbeutel (selbstklebend) verpackt, beschriftet und im OP im geschlossenen Container gelagert. Ist mit unserer Hygienekomission abgeklärt.
      Viele Grüße :)
      ,,Weise ist, wer weiß, wo er Antworten findet.''
    • Hallo zusammen,

      ich verstehe nicht ganz die Frage nach der vom Hersteller gesetzten Frist für den Artikel, in diesem Fall die Tibianägel.

      Es ist doch so dass es entweder Einmalprodukte gibt oder mehrfach aufbereitbare Instrumente/Implantate. Hier gibt es entweder unbegrenzt aufbereitbar oder eine vom Hersteller begrenzte Anzahl von Aufbereitungen, z.B. 5 mal. Wenn ich mich an die Vorgaben halte bin ich auf der sicheren Seite. Natürlich bereite ich keine Einmalinstrumente auf. Ich mache mich ja nicht zum Hersteller. Außerdem haben wir das in allen Vereinbarungen auch so drin stehen.

      Es ist natürlich so dass ein aufbereitetes Implantat nicht mehr so ist wie ein neu geliefertes. Das trifft aber für alle zu. Auch für Schrauben, und da gibt es Schraubenracks da möchte ich nicht wissen wie oft die schon aufbereitet wurden und wie sich das Material verhält. Da wären Einmalprodukte sinnvoll.

      Die Lagerbedingungen sind natürlich vorgegeben, speziell durch die Hygienekommission. Die haben dann auch den Hut auf.

      Mr.Q
      Mach Dampf ^^
    • Hallo Mr.Q,

      wenn das vom Hersteller festgesetzte Ablaufdatum abgelaufen ist, stellt sich mir die Frage ob das nur für die Sterilität oder für das ganze Produkt gilt!

      Beim Gamma - Nagel zum Beispiel gibt es eine "Madenschraube" die laut Hersteller nicht mehr aufbereitbar ist.

      Implantate die bis heute mehrfach aufbereitet werden können, sind meiner Meinung nach als Einmalartikel zu deklarieren.

      Laut Herstellerangaben geht die Verantwortung für diese Artikel gänzlich an den Betreiber über.

      Welche ZSVA kann für so ein Medizinprodukt (Implantat) die Garantie übernehmen dass das Implantat unversehrt den Reinigungsprozess übersteht, beschreibt doch so mancher
      Hersteller in seinen Angaben "die Implantate dürfen sich nicht bei der Reinigung berühren"

      Ich empfehle doch mal die Aufbereitung von Implantaten, die unsteril geliefert werden, für die Fachbereiche Orthopädie und Traumatologie – Teil 2 zu lesen.

      Allein den Ausschluss von Endotoxinen nach der Reinigung ist so einfach nicht.

      Aus diesen Gründen Re-sterilisieren wir auf keinen Fall abgelaufene Implantate und sind dabei nur noch steril angelieferte Implantate (Platten / Schrauben) einzusetzen.

      MFG
      THI
    • Hallo THI,

      sorry dass ich erst jetzt Stellung zu deinen Fragen nehme. Bin leider nicht vorher dazu gekommen.

      Auch ich bin dafür dass Implantate generell nur als Einmalprodukt und als "Sterile" Implantate zur Anwendung kommen. Und das nicht nur aus den von dir genannten Gründen. Meiner Meinung nach müsste das vom Gesetzgeber sogar vorgeschrieben werden.

      Eine Aufbereitung von Implantaten ist sehr heikel und aufwändig. Der Prozess muss genau beschrieben sein und alle Mitarbeiter müssen darauf geschult sein. Vor Aufstellung des Prozesses sollte natürlich eine Risikobewertung der Aufbereitung erfolgen, am besten zusammen mit dem OP und der Klinikhygiene. Denn es muss klar sein wer was zu tun hat und wo die Risiken liegen.

      Unter Berücksichtigung aller Unterlagen, wie Herstellerangaben, Gesetze, Verordnungen, Leitlinien, Normen etc. bleibt die Verantwortung für eine Sach- und Fachgerechte Aufbereitung immer beim Betreiber. Egal ob Implantat oder Schere. Wenn ich bei der Aufbereitung Mist mache hafte ich auch dafür. Eine Aufbereitung ohne Herstellerangaben ist grundsätzlich abzulehnen. Und wenn ein Hersteller eine Schraube als nicht aufbereitbar bezeichnet ist das für mich ein Einmalprodukt. Ob deswegen das ganze Instrument dann auch nicht mehr aufbereitet werden kann ist eine andere Frage.

      Am besten ist wenn beim erstellen einer Risikoanalyse herauskommt dass sich das Haus für sterile Implantate entscheidet. Das dürfte aber nicht einfach werden. Wenn das bei Euch so ist finde ich das super und zur Nachahmung empfohlen.

      Mfg
      Mr.Q
      Mach Dampf ^^
    • Hy,

      spannendes Thema, ich suche gerade nach einer praktikablen Lösung zur Aufbereitung von Implantaten, um eine AA zu schreiben.

      Wir bekommen z.B. von unserem externen Krankenhaus unsteril in Originalverpackung die Schrauben, Platten etc. geliefert, bereiten diese im RDG (?????) auf, sterilisieren und schicken sie zum OP zurück. Dort werden sie dann den jeweiligen Sieben zugeführt, wo sie fehlen????

      Alles total umständlich.

      Was mir nicht gefällt ist das Reinigen im RDG - wenn man in der Fachliteratur nachliest, wird nach Herstellerangaben empfohlen, die Implantate zu reinigen, aber nicht im RDG mit der Flotte kontaminierter Instrumente. Gut!!

      ????? Sammeln und ein RDG nur mit ein paar Implantaten laufen lassen? Vielleicht als erste RDG-Charge zu Arbeitsbeginn??

      Wie macht ihr das???? =O

      gglg Sylvia
    • Hallo Sylvia,

      meine Meinung dazu kannst du oben lesen.

      Wir haben einen großen Teil der Implantate in "steril" gelieferte Implantate schon umgesetzt.
      Die Kosten von unsteril- zu steril gelieferten Implantaten sind nicht so hoch wie man annehmen könnte.
      Die Aufbereitung solcher Implantate in der ZSVA sind höher.
      Die wenigen, Implantate (weil nicht Lieferbar) die wir noch aufbereiten werden in einer separaten RDG gereinigt und desinfiziert, auch wenn es sich nur um ein Set handelt.
      Für mich ist die Rechtssicherheit wichtiger, da die Aufbereitung und die dadurch gegebene Gewährleistung des Implantats nicht gegeben ist!

      Ich find eine rege Diskussion bei diesem Thema sehr wichtig, weil wir bei einem Regress im Fokus stehen!

      MFG
      THI